Deutschland liegt weit zurück im Thema Glasfaser-Ausbau. Das zeigte eine neue EU Statistik. Zu viele nutzen immer noch das völlig veraltete Kupferkabel. Die Zukunft aber liegt wie Experten meinen im Glasfaserkabel. Deutschland läuft somit Gefahr den Anschluss an das Zeitalter des Internets zu verpassen, wenn nicht mehr in die Glasfasertechnik investiert wird.

Deutschland: Internet mit Schneckentempo
Nur 0.44 Prozent der deutschen Breitband-Nutzer sind über ein Glasfaserkabel mit dem Netz verbunden. Damit liegt Deutschland noch hinter Rumänien. Zum Vergleich Japan führt mit 26 Prozent die Statistik der FTTH (Fibre to the Home) und dahinter reihen sich Norwegen mit 14 Prozent, dicht gefolgt von Südkorea mit 12 Prozent. Man könnte sagen, dass Deutschland in diesem Bereich wohl nicht einmal ansatzweise an die Konkurrenz anknüpfen. Dabei hieß doch 2008 laut Bundesregierung, dass es bis Ende 2010 „Breitband für alle“ geben sollte. Hier noch einmal ein praktischer Vergleich: Hat man eine Übertragungsrate von 384 Kilobit pro Sekunde so spricht man in Deutschland schon von „Breitband“, in der EU hingegen braucht man mindestens 2000 Kilobit pro Sekunde. Damit lassen sich Filme mit einer Top-Qualität im Internet schauen, was mit 384 Kbs wohl hier in Deutschland eher schwieriger werden wird. Schuld an der veralteten Netzinfrastruktur ist eine Deregulierung der staatlichen Kommunikations-Infrastruktur. Es wurde einfach zu lange keine Alternative zum Kupferkabel von der Telekom zugelassen. Da aber der Netzausbau ein wichtiger Standortfaktor ist, diskutiert die Regierung über einen schnelleren Netzaufbau durch beispielsweise Sonderabgaben wie einen Generationsfond.